Zanderangeln für Einsteiger: So fängst Du Deinen ersten Stachelritter mit unserem Komplettset
Teilen
Der Zander gehört definitiv zu den Raubfischen in unseren heimischen Gewässern, welche sich nicht einfach fangen lassen. Mit diesem von uns sorgfältig zusammengestellten Set wollen wir Dir den Einstieg in die Zanderangelei vereinfachen sowie Dir Tipps und Tricks mitgeben, damit auch Du so einem erfolgreichen Zanderangler wirst.
Inhaltsverzeichnis
- 👉 1. Tackle: Die richtige Ausrüstung
- 👉 2. Hotspots: Vorgehensweise am Gewässer
- 👉 3. Köder & Köderführung: So angelst Du wie ein Profi
- 👉 4. Köderfarben: Was fängt am besten
- 👉 5. Biss und Drill: Darauf musst Du achten
1. Tackle: Die richtige Ausrüstung zum Spinnfischen auf Zander
Du hast Dir unser Komplettset zum Zanderangeln gekauft? Herzlichen Glückwunsch, damit hast Du die erste Hürde auf dem Weg zu Deinem ersten Zander erfolgreich genommen.
Dieses Set wurde von uns in akribischer Arbeit so zusammengestellt, dass es perfekt auf Zander abgestimmt ist und Du direkt startklar bist.
Das ist enthalten in Deinem Starterset:
- Firetiger (2,4m / 2,7m): Für das Spinnfischen mit Gummifisch und Wobbler auf Zander entwickelt. Straffer Blank für eine direkte Bisserkennung in Kombination mit einer feinen Spitze. Mit einem Wurfgewicht von 15 - 35g
- Infinity 3000: Unsere Spinnrolle mittlerer Größe für Zander. Die Schnurfassung ist perfekt auf die mitgelieferte Schnur abgestimmt.
-
8x PX geflochtene Schnur (0,16mm): 150m Hochleistungsschnur mit 9,1kg realer Tragkraft – der ideale Kompromiss für weite Würfe und genügend Reserven.
- PX Zander Shad 10cm Gummifisch: Fisch-Aroma, stark UV-aktiv und viel Glitter. 10 Gummis in 2 Top-Farben für das ganze Jahr
- PX Zander Shad 13cm Gummifisch: der große Bruder. Für große Zander und dicke Fische im Herbst
- PX Zander Striker 11cm : Holo Barsch, Lauftiefe 1,5m, für flach stehende Zander
- Jigköpfe 3/0: 5g, 7g und 10g mit integriertem Baitholder für festen Sitz.
- Snaps: 10 Snaps mit großem Bogen für ein super Köderspiel.
- 100% PX Fluorocarbon (0,35mm): 30m Vorfachmaterial. Schützt vor Abrieb und ist fast unsichtbar unter Wasser.
Für alle anderen Angler haben wir hier eine Auflistung, welche Rute, Rolle und Schnur ihr für den Anfang benötigt:
Als Rute benutzen wir eine mittlere Spinnrute in der Länge von 2,40m bis 2,70m. Die Länge richtet sich nach Deiner Vorliebe: Eine kurze Rute ist handlich unter Brücken und auf dem Boot, eine längere Rute wirft weiter. Ein Wurfgewicht von 15-35g ist ideal, um sowohl mit Gummis als auch Wobblern zu fischen. Die Rute sollte straff und steif sein, um einen direkten Köderkontakt zu gewährleisten und blitzschnell anschlagen zu können.
- Die optimale Allround-Länge für Deine Zanderrute sind 2,4m. Diese eignet sich sowohl fürs Angeln vom Ufer, Boot und das Streetfischen.
- Für sehr weite Würfe und auf Buhnen mit viel Hindernissen im Wasser empfehlen wir eine Rute in 2,7m.
Für die Rolle sollte man ein Modell der 3000er Größe wählen. Wichtig sind eine saubere Schnurverlegung und ein hoher Schnureinzug von mind. 80cm. Dies erleichtert die Köderführung der Gummifische deutlich. Bei der Schnurfassung sind 150m einer 0,16mm geflochtenen Schnur ausreichend.
Als Vorfachmaterial ist Fluorocarbon in der Stärke von 0,35mm eine gute Wahl. Es bietet hervorragenden Schutz vor Abrieb durch Steine und genügend Reserven für dicke Zander
Ans Ende vom Vorfach knotest Du einen Snap mit dem Grinnerknoten.
Da wir Köder ohne Drall (wie Spinner) benutzen, kann man auf einen Wirbel verzichten. Wobbler und Gummifische verursachen keinen Schnurdrall beim Einkurbeln.
2. Hot Spots – So findest Du die besten Plätze am Gewässer
Barsche lieben harten Boden unterm Bauch. Steiniger Untergrund, am besten noch in Verbindung mit Muschelfeldern, sind sowohl in See als auch Fluss super Hotspots.
See: Halte Ausschau nach markanten Strukturen unter Wasser und an Land. Dies können versunkende Bäume, Unterwasserkanten, Barschberge und Steinfelder sein.
Tipp: Im Stillwasser sind Zander überwiegend Dämmerungs- und nachtaktiv!
Fluss und Kanal: Zander lieben Strömungskanten! Dies sind alle Bereiche, wo sich die Strömung bricht bzw verändert. Der Zander lauert im Strömungsschatten und wartet auf Beute. Buhnenfelder, Hafeneinfahrten, Spundwände und Fahrrinnen sind Top-Plätze im Fluss
Tipp: In Tiden-Flüssen wie der Elbe richten sich die Beißphasen nach den Gezeiten!
- Versunkene Bäume und Äste
- Seerosenfelder und Schilfkanten
- Krautfelder und Barschberge
- Brücken, Steganlagen und Muschelbänke
3. Köder und Köderführung: So gelingt es Dir
Der beste Kunstköder zum Angeln auf Zander ist unbestritten der Gummifisch, gefolgt vom Wobbler.
Beide haben unterschiedliche Einsatzgebiete, die wir Dir im folgenden kurz erklären wären.
Gummifische - der beste Köder
Der Gummifisch ist mit Abstand der beste und erfolgreichste Kunstköder zum Angeln auf Zander. Er lässt sich konstant und variantenreich genau dort führen, wo der Zander steht: in Grundnähe.
Kombiniert wird der Gummifisch mit einem Jigkopf der passenden Größe:
- 3/0: 10cm Gummifische
- 4/0: 12-15cm Gummifische
Das Gewicht des Kopfes richtet sich nach der Tiefe des Gewässers und vor allem der Strömung, gerade im Fluss. Hier gilt der klassische Spruch: "So leicht wie möglich und so schwer wie nötig".
Dies bedeutet kurz zusammengefasst:
- möglichst lange Absinkphase von 2-4 Sekunden
- stetige Köderkontrolle, damit der Gummi nicht nicht abgetrieben wird
Es ist zum Beispiel zum Scheitern verurteilt, wenn Du in der starken Strömung vom Fluss einen 7g Kopf fischst, welcher zwar eine schön lange Absinkphase hat, aber bei jedem 2ten Wurf unkontrolliert in Hindernisse unter Wasser wie die Steine der Buhne gedrückt wird.
Hier ist also ein Mittelweg gefragt.
Auch kann sich gerade an einem Gezeitenfluss wie der Elbe das benötigte Gewicht ständig wechseln, da durch Ebbe und Flut sich die Strömungs- und Wasserverhältnisse fortlaufend ändern und man als Angler darauf reagieren muss.
Ködergröße
Pauschal gesagt kommt man mit 2 Gummifischgrößen perfekt durchs Zanderjahr:
- 10cm: Saisonstart und Sommer. Passt gut ins aktuelle Beuteschema.
- 13cm: Herbst und Winter. Die Zander sind hungrig und fressen sich ihren "Winterspeck" an, außerdem sind die Beutefische größer geworden.
Köderführung
Die Führung ist relativ simpel. Nach dem Wurf lässt Du den Gummi an gespannter Schnur absinken, um einen Schnurbogen zu vermeiden. Die Rute befindet sich in der 10-Uhr Position und zeigt in Richtung Köder. Sobald der Köder auf dem Gewässergrund aufkommt, wird er mit schnellen 1-3 Kurbelumdrehungen angehoben. In der nun folgenden Absinkphase wird entweder die Rutenspitze oder der leichte Schnurbogen von Rutenspitze in Richtung Köder genau beobachtet, um Bisse zu erkennen.
Faulenzen
perfekt für Gummifisch
Sobald der Köder auf dem Grund aufkommt, starten wir den Köder erneut mit 1-3 Kurbelumdrehungen und das Spiel beginnt vor vorne. Bei der Köderführung kann man auch hier nach Belieben etwas varriieren. Lasst ihn mit nur einer Umdrehung ganz kurz über den Grund hüpfen, startet ihn mit 5 Umdrehungen sehr aggressiv vom Grund oder lasst ihn ein paar Sekunden auf dem Boden liegen. Hier kann man gerne kreativ werden.
Die Bisse können unterschiedlich ausfallen. Sie reichen von einem leichten Zucken im Schnurbogen oder der Spitze bis hin zu einem kräftigen Ruck in der Rutenspitze.
Wobbler - der Spezialist
Der Wobbler ist der perfekte Köder, wenn die Zander in der Dämmerung und vor allem Nachts an der Oberfläche und in Ufernähe auf Beutezug gehen. Vor allem in der warmen Jahreszeit kann man dies beobachten.
Jetzt schlägt die Stunde vom Wobbler: Oberflächennah geführt fängt er Dir die Zander, während der Gummifisch unbeachtet unter Bauch der Zander durchläuft und keine Bisse liefert.
Ködergröße
Hier hat sich ein 10-12cm langer Wobbler mit einer Lauftiefe bis 1,5m ganzjährig als ideal heraus gestellt.
Köderführung
Die Führung ist ähnlich wie ein Spinner: Auswerfen, anschließend langsam und gemütlich einkurbeln. Kurz vorm Ufer nimmst Du am besten die Rutenspitze etwas nach oben. Dies reduziert sowohl das Hängerrisiko, da der Wobbler noch etwas flacher läuft, als auch die Gefahr, dass Du Deinen Wobbler im Spitzenring einparkst und diesen so beschädigst.
4. Köderfarben
Vermutlich das Lieblingsthema der Angler: Mit welcher Farbe fängt man wann am Besten?
Um Dir den Einstieg zu erleichtern, haben wir für Dich 4 Top-Farben rausgesucht und erklären Dir den jeweiligen Einsatzzweck.
10cm
- Atomic Waste: Grün Glow, für trübes Wasser und bedeckten Himmel
- Hot Chili: perfekt bei trübem Wasser und Sonnenschein, wo das Glitzer richtig funkelt
13cm
- Atomic: perfekt für richtige trübes Wasser und bedeckten Himmel
- Moonshine: Top für die Dämmerung/Nacht und klares Wasser
Solltest Du Interesse an weiteren Farben sowie der Wettermethode haben, geben wir Dir hier noch unsere besten Tipps und Empfehlungen mit auf den Weg, damit Du Dich im Dschungel der Farben besser zurechtfindest und die für Dich und Dein Gewässer passende Farbe wählst.
Hierfür unterteilen wir alle auf dem Markt verfügbaren Farben in 3 Gruppen:
- Knallige UV-Farben: Grün, Gelb, Rot. Für trübes Wasser und Wolken
- Natürliche Dekore: Braun imitiert perfekt Grundeln, Silber Weiß Top bei Sonne!
- Gedeckte Töne: Violett, Pink, Gold Glitzer
Tipps:
- Zander nehmen UV-aktive Farben sehr gut wahr
-
GLOW-Farben sind unser absoluter Geheimtipp für die Dämmerung und sehr trübes Wasser
Wettermethode: Alle unsere Gummifischfarben haben wir nach der bewährten Wettermethode entworfen. Hierbei haben wir die unterschiedlichen Bedingen am Wasser (trüb und klar) sowie den Wolkenstand am Himmel (Sonnig / bewölkt) als Grundlage genommen und diesen die dazu perfekt passenden Köderfarben zugeordnet, um Dir die Auswahl zu erleichtern.
Die Wettersymbole findest Du auch bei uns auf jeder Tüte der Gummifische abgedruckt. So findest Du am Wasser schnell die jeweils passende Farbe - garantiert!
5. Biss und Drill - Darauf musst Du achten
Zander haben ein hartes und knochiges Maul. Nadelspitze Haken und ein harter Anhieb helfen Dir, ihn sicher zu Haken. Die scharfen Haken liefern wir Dir, für den erfolgreichen Anhieb bist Du verantwortlich.
- Schließe die Rollenbremse fast komplett. Beim Anhieb willst Du kein Sirren der Bremse hören, da dies eine Verlust der Kraft vom Anhieb bedeutet
- Schlage jeden Zupfer in der Spitze und Zucken der Schnur an. Lieber 10 Mal zu viel als 1 Mal zu wenig. Mit der Zeit wirst Du ein gutes Gefühl bekommen, wie ein Biss sich bemerkbar macht.
- Zander reißen das Maul auf und saugen so per Unterdruck den Köder ein. Je leichter und flexibler der Köder, desto besser klappt das.
FAQ – Häufige Fragen zum Zanderangeln
1. Kann ich auch ohne Boot erfolgreich auf Zander angeln? +
2. Warum verwende ich Fluorocarbon und kein Stahlvorfach? +
3. Woran erkenne ich einen Zanderbiss beim Faulenzen? +
4. Welche Tageszeit ist am besten, um Zander zu fangen? +
5. Wo stehen die Zander? +
Du hast immer noch Fragen?
Dann zögere nicht und melde Dich einfach direkt bei uns im Chat. Wir sind uns sicher, wir können Dir (fast) jede Frage zum modernen Zanderangeln beantworten!
Bis gleich!