UL-Angeln mit Spoons - So wirst auch Du zum Profi am Forellensee.
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Alles über Geräte, Köder, Taktik und die richtige Führung
Das Ultra-Light Angeln (UL) mit Spoons am Forellensee hat in den letzten Jahren eine immer größere Beliebtheit erlebt. Kein Wunder, macht doch das Drillen kampfstarker Forellen an diesen leichten Ruten einen Riesenspaß.
In diesem Beitrag zeigen wir Dir, wie auch Du in Zukunft regelmäßig schöne Forellen mit Spoon überlisten kannst und was es bei der Köder- und Tacklewahl zu beachten gibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Tackle: Die richtige Ausrüstung zum UL-Angeln
Als Rute kommt für diese Technik nur eine spezielle UL-Angel in Frage. Diese feinen Ruten erkennst Du an ihrer filigranen Spitze und dem extrem dünnen Blank. Nur so spürst Du selbst vorsichtige Zupfer, während die vollparabolische Aktion Dir genügend Kontrolle im Drill bietet. Bei zu harten Ruten würde der Haken unweigerlich aus dem weichen Forellenmaul ausschlitzen.
Rutenlänge und Wurfgewicht
- Die ideale UL-Rute hat eine Länge von 1,85m bis 2,00m. Dies hilft Dir bei der Köderführung und bietet die nötige Hebelwirkung im Drill.
- Das Wurfgewicht sollte bis zu 5g betragen, um die federleichten Spoons präzise auf Distanz zu bringen.
Rolle und Schnur für feinstes Fischen
Die Stationärrolle sollte eine Größe von 1000 haben, mit einer fein einstellbaren Bremse und einer sauberen Schnurverlegung. Dies ist bei den dünnen Schnüren essenziell, um keine Perücken, also Schnurverwicklungen, beim Werfen zu bekommen.
Bei der Wahl der Schnur hast Du zwei Möglichkeiten.
- Monofil (0,16mm - 0,20mm): Ideal für Einsteiger – unauffällig und weniger Perücken.
- Geflecht (0,07mm): Maximaler Kontakt zum Köder und extrem weite Würfe.
Eigenschaften:
- Dehnung: Monofil puffert Fluchten besser ab
- Bisserkennung: Geflecht zeigt Dir direkt auch die kleinsten Zupfer an
Als Einsteiger würden wir Dir am Anfang zu einer Monofilen Schnur raten, da diese mehr Fehler im Drill verzeiht und eventuelle Tüddel sich einfach entwirren lassen.
Für den perfekten Start empfehlen wir unsere Trout Series X in Kombination mit der Trout Series X 1000. Dies ist die ideale Kombo zum UL-Angeln am Forellensee.
Vorfach und Snap
Bei Geflecht ist ein Vorfach aus Fluorocarbon (0,18 bis 0,22mm) Pflicht, um den Scheucheffekt zu minimieren. Wir empfehlen den Grinner-Knoten für die Verbindung. Am Ende wird ein Snap ohne Wirbel genutzt, damit der Spoon frei arbeiten und sein verführerisches Köderspiel perfekt entfalten kann.
Grinner-Knoten
Perfekt für Fluorocarbon
2. Hot Spots – So findest Du die besten Plätze am Forellensee
Forellen sind ständig in Bewegung, ziehen aber häufig mehrfach am Tag entlang fester Routen und haben ihre bevorzugten Standplätze.
- Einlauf und Ablauf: Absolute Top-Stellen wegen des hohen Sauerstoffgehalts und frischen Wassers.
- Kanten: Die "Straßen" der Forellen. Sie patrouillieren oft in einer gewissen Tiefe und Entfernung die Unterwasserkanten entlang.
- Hälter & Netze: Forellen suchen oft die Nähe ihrer Artgenossen in den Hälterbecken. Gerne stehen sie auch direkt unter dem Hälter.
- Tiefe Löcher: Im Winter stehen die Fische hier gestapelt, da das Wasser am Grund am wärmsten ist.
- Wind: Im Frühjahr und Herbst stehen Forellen häufig auf der Gewässerseite, auf die der Wind steht. Merkspruch: "Wind und Welle bringt Forelle!"
Vorgehensweise am Teich: Strategie für mehr Erfolg
Am Forellensee entscheidet oft nicht nur der Köder, sondern vor allem die richtige Taktik und Flexibilität über den Fangerfolg.
Finde den Fisch
Siehst Du Fische springen oder buckeln? Zeichnen sich Ringe an der Oberfläche ab oder fängt ein Angler regelmäßig Forellen, während die anderen traurig auf ihre Posen schauen? Schau Dich um und halte die Augen offen. Die Fische verraten ihren Standort oft durch kleinste Anzeichen an der Wasseroberfläche.
Die beste Angelzeit ist direkt morgens bei Sonnenaufgang. Die Fische hatten nachts ihre Ruhe, werden morgens aktiv und haben Hunger.
Bleib flexibel
Warte nicht den ganzen Tag an einem Platz. Wenn Du keine Bisse bekommst, wechsle den Platz. Auch wenn der See mit viel Fisch besetzt ist, ist dieser nicht überall gleichmäßig verteilt.
Frei nach der 80/20-Regel kann man sagen, dass sich 80 % der Forellen an 20 % der Plätze aufhalten. Platzwechsel bei ausbleibenden Bissen sind häufig deutlich erfolgreicher als ständige Köderwechsel.
Profi-Tipps:
- Beobachte Deine Mitangler genau. Wenn an einer bestimmten Stelle konstant gefangen wird, merk Dir diesen Spot für Deinen nächsten Platzwechsel!
- Frage den Betreiber: Der Inhaber vom See weiß am Besten Bescheid, wo und wie in den letzten Tagen die Forellen gefangen wurde. Gerne geben sie ihr Wissen an Dich weiter.
3. Köder: Diese Spoons fangen am Besten
Bei der Wahl des Spoongewichts machen viele Angler den Fehler, dass sie einen zu schweren Spoon fischen, welcher zu tief läuft. Forellen orientieren sich bei der Jagd aufgrund ihrer Augenanordnung grundsätzlich nach oben und nach vorne. Ein Spoon, welcher unter ihrem Bauch durchläuft, wird in den seltensten Fällen zum Erfolg führen.
Das richtige Gewicht wählen
- Der absolute Allround-Spoon: Wiegt 2,5g und eignet sich zum Befischen des Mittelwassers bei einer Lauftiefe von 1-2,5m.
- Leichte Spoons (1,2 bis 2g): Lassen sich je nach Gewicht und Modell im oberen Meter vom Gewässer führen.
- Schwere Spoons (3 bis 3,5g): Das sind die Schwergewichte, welche beim grundnahen Fischen zum Einsatz kommen.
Spoonform im Detail
Spoons gibt es in unterschiedlichen Formen, die Wichtigsten stellen wir euch jetzt vor:
- Längliche Form: Durch ihre stromlinienförmige Form fliegen sie hervorragend und bieten im Wasser nicht so viel Auftrieb. Deshalb können sie ein wenig schneller geführt werden. Sie flanken meist sehr hochfrequent von einer Seite auf die andere.
- Blattform: Die breite Seite bietet mehr Widerstand im Wurf und Wasser. Lässt sich nicht ganz so weit werfen, aber dafür schön langsam führen und sinkt in Spin Stops langsam flankend ab.
- Rautenform: Mixform aus den beiden Obigen. Wirft sich gut und zeigt ein schönes Spiel. Lässt sich aber in der Regel nicht ganz so flach führen wie die Blattform.
- Durchlaufblinker: Wahre Wurfwunder und flattern beim Absinken. Im Drill kann die Forelle den frei auf der Schnur gleitenden Köder schlechter aushebeln.
- Stick Spoons: Ungewöhnliche Form mit außergewöhnlichem Laufverhalten. In der Absinkphase drehen sie sich stark um die eigene Achse und rollen hierbei zur Seite. Lassen sich sehr flach führen.
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Die Wahl der richtigen Farbe
Über die richtige Farbe des Spoons kann man tagelang diskutieren. Jeder Angler wird mit der Zeit seine eigenen Erfahrungen machen. Letztendlich gibt es nicht die eine Farbe, die immer fängt, vielmehr hängt es vom Beißverhalten der Fische und den äußeren Faktoren ab. Auch das Vertrauen des Anglers in den Köder ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.
Um Dir am Anfang den Erfolg zu erleichtern, hier unsere Erkenntnisse aus vielen Jahren Forellenangeln:
- Die fängigsten Farben: Gelb, Grün, Rot, Weiß, Pink und Schwarz.
- Zweifarbige Spoons: Fangen deutlich besser als einfarbige, da sie beim Einkurbeln von einer Seite auf die andere kippen und hierbei "blinken".
- UV-Aktive Farben: Gerade bei trübem Wasser und bedecktem Himmel der Bringer. Eine kleine UV-Lampe verrät dir sofort, ob Deine Spoons UV-aktiv sind.
- Gedeckte Farben: Schwarz, Braun und Kupfer sind gut bei grellem Sonnenschein. Aber auch Weiß ist eine Top-Farbe bei viel Sonne.
4. Köderführung: So angelst Du wie ein Profi
Die Führung beim Spoonangeln ist simpel und schnell zu lernen. Der Basisstil ist dabei an über 90 % der Tage die richtige Methode und eignet sich besonders gut, um Gewässer gezielt abzufischen.
Gleichmäßiges Einholen
Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Köder nicht zu schnell geführt wird, da Teichforellen langsam geführte Köder bevorzugen. Der Spoon soll beim Einkurbeln schön von einer Seite auf die andere kippen (flanken) und sich auf gar keinen Fall wie ein Spinner um die eigene Achse drehen.
Faustformel: Breite Spoons werden langsamer geführt als längliche Spoons.
- Köder auswerfen und auf die gewünschte Tiefe absinken lassen.
- Rute leicht gesenkt halten.
- Ganz langsam einkurbeln: Der Spoon soll nur von links nach rechts kippen.
- Vermeide Rotation! Wenn er sich dreht wie ein Spinner, bist Du zu schnell.
Die richtige Tiefe finden und halten
Um die Forellen zu finden, die häufig in einer bestimmten Tiefe stehen, nutzt du die Sekunden-Taktik: Wirf den Spoon aus, lass ihn an gespannter Schnur absinken und zähle die Sekunden (1001, 1002, 1003...). Sobald die Schnur erschlafft, hat der Spoon den Grund erreicht. Wenn Du Dir bei jedem Wurf merkst, wie lange Du den Spoon hast absinken lassen, wirst Du diese fängige Tiefe immer wieder finden.
Zusätzliche Techniken für schwierige Tage
- Spin Stop: Hier wird in regelmäßigen Abständen eine kleine Pause eingelegt. Der Spoon taumelt Richtung Grund – die Bisse kommen häufig genau in dieser Absinkphase.
- Twitchen: Du hauchst dem Spoon mit kleinen Zupfern aus dem Handgelenk extra Leben ein. Der Köder taumelt und flankt dadurch besonders stark und sorgt für maximale Aufmerksamkeit.
5. Rutenhaltung: Biss und Drill
Rutenhaltung
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten und es kommt ganz auf deine persönliche Vorliebe an, wie du gerne fischst.
- Halte die Rute in einer Linie zum Köder und lass den Fisch beim Biss direkt in die Bremse laufen, wobei nicht angeschlagen wird. Stattdessen kurbelst Du einfach weiter. Hierbei ist die bremse relativ leicht eingestellt. Dies erfordert etwas Übung und Umstellung im Gegensatz zu anderen Spinnangeln-Techniken wie auf Zander.
- Halte die Rute gesenkt und in einem leichten Winkel von 45-90° zum Köder. Den Biss spürst Du im Handgelenk und siehst ihn in der Rutenspitze. Zusätzlich schlägst Du ganz normal an.
Drill
- Versuche beim Drill die Rute parallel zum Wasser und tief zu halten. Auf diese Weise springen Forellen deutlich seltener im Drill, da sie nicht so stark Richtung Oberfläche gezogen werden wie bei einer steil nach oben gerichteten Rute. So wirst Du weniger Fische im Drill verlieren.
- Halte die Schnur stets auf Spannung. Häufig hängt der Haken nur leicht im Maulwinkel und fällt dann bei lockerer Schnur schnell wieder aus dem Maul
- Führe am Ende die Forelle zum Kescher, niemals umgekehrt. Wenn Du den Kescher hektisch in Richtung Fisch führst, löst die häufig einen Fluchtreflex aus.
The End: Unsere 5 Experten-Tipps
- Bleib mobil: Wenn an einem Platz nichts geht, wandere den See ab.
- Laufkontrolle: Teste das Spiel des Spoons kurz vor Deinen Füßen im Wasser.
- Beobachtung: Achte auf springende Fische oder die Fänge Deiner Nachbarn.
- Farben wechseln: Wenn die Bisse nachlassen, wechsle das Dekor.
- Beißzeit: Nutze die ersten Sonnenstrahlen – morgens ist die Aktivität am Höchsten.
FAQ: Häufige Fragen zum UL-Forellenangeln
1. Warum brauche ich eine vollparabolische Rute? +
2. Was ist der Vorteil von UV-Farben? +
3. Warum sollte ich ohne Wirbel angeln? +
4. Wie erkenne ich die richtige Einholgeschwindigkeit? +
5. Wann sollte ich den Platz wechseln?
+
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Bis gleich!