Spinnfischen auf Barsch: Der ultimative Guide für Einsteiger - direkt startklar mit Komplettset
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Spinnfischen auf Barsch: Alles über Tackle, Hotspots und Taktik
Das Spinnfischen auf Barsche erfreut sich einer großen Beliebtheit unter den Anglern. Kein Wunder, so ist er doch verhältnismäßig einfach zu fangen und kommt häufig in größerer Anzahl im Gewässer vor. Für viele Angler war der Barsch auch der erste Fisch in ihrem Anglerleben.
Trotzdem gibt es immer diese Tage, wo einfach kein Fisch beißen will. Wie auch Du in Zukunft konstant Erfolg am Gewässer hast und schöne Barsche fängst, erklären wir Dir im folgenden Beitrag. Außerdem gehen wir auf das Tackle und die richtigen Hotspots am Gewässer ein.
Inhaltsverzeichnis
1. Tackle: Die richtige Ausrüstung zum Spinnfischen auf Barsch
Bei diesem Punkt hast Du eventuell schon einmal alles richtig gemacht und Dich für unser Barsch-Komplettset entschieden. Du erhältst sowohl perfekt aufeinander abgestimmtes Tackle als auch fängige Köder, die sich einfach führen lassen und tolle Fische fangen.
Im Folgenden stelle ich Dir einmal kurz Dein Set vor:
- Firetiger (2,1m / 2,4m): Von uns für das feine Spinnfischen entwickelt. Straffer Blank für eine direkte Bisserkennung in Kombination mit einer feinen Spitze (Wurfgewicht 5-20g).
- Infinity 2000: Unsere Spinnrolle für Barsch. Die Schnurfassung ist perfekt auf die mitgelieferte Schnur abgestimmt.
- 8x PX geflochtene Schnur (0,12mm): 150m Hochleistungsschnur mit 6,1kg realer Tragkraft – der ideale Kompromiss für weite Würfe und genügend Reserven.
- Jigspinner Delusory & Infinity: 5 Searchköder in 3 Gewichten (8, 12 und 14g). 2 natürliche und 3 Schockerdekore fangen zuverlässig.
- Perchpunk 7,5cm Gummifisch: Squid-Aroma, stark UV-aktiv und viel Glitter. 15 Gummis in 3 Top-Farben.
- Jigköpfe 2/0: 5g, 7g und 10g mit integriertem Baitholder für festen Sitz.
- Snaps: 5 Snaps mit großem Bogen für ein super Köderspiel.
- 100% PX Fluorocarbon (0,25mm): 30m Vorfachmaterial. Schützt vor Abrieb und ist fast unsichtbar unter Wasser.
Als Rute benutzen wir eine leichte Spinnrute in der Länge von 2,10m bis 2,40m. Die Länge richtet sich nach Deiner Vorliebe: Eine kurze Rute ist handlich an Brücken, eine längere Rute wirft weiter. Das Wurfgewicht sollte zwischen 5-20g liegen.
- Die optimale Allround-Länge für Deine Barschrute sind 2,1m. Diese eignet sich sowohl fürs Angeln vom Ufer, Boot und das Streetfischen.
- Lediglich für sehr weite Würfe empfehlen wir eine Rute in 2,4m.
Für die Rolle kommt eine leichte Spinnrolle der 2000er Größe in Frage mit sensibler Bremse und guter Schnurverlegung.
Bei der Schnur empfehlen wir eine 8fach-geflochtene Schnur in der Stärke 0,10 - 0,14mm, je nach persönlicher Vorliebe.
Für das Vorfach wählen wir Fluorocarbon (0,25mm, ca. 50cm), wenn wir nicht mit hechten als Beifang rechnen müssen . Bei Hechtgefahr ist ein dünnes Stahl- oder Titaniumvorfach (7x7, 4-6kg) Pflicht, weil das dünne Fluorocarbonvorfach keinen Schutz vor den scharfen Hechtzähnen bietet. Verbinde Hauptschnur und Vorfach am besten mit einem Albright-Knoten.
Ans Ende vom Vorfach knotest Du einen Snap oder Wirbel mit dem Grinnerknoten.
2. Hot Spots – So findest Du die besten Plätze am Gewässer
Barsche lieben Struktur unter Wasser. Halte Ausschau nach diesen Versteckmöglichkeiten:
- Versunkene Bäume und Äste
- Seerosenfelder und Schilfkanten
- Krautfelder und Barschberge
- Brücken, Steganlagen und Muschelbänke
An diesen Strukturen finden Barsche Schutz vor Fressfeinden wie Hecht, Zander und Kormoran sowie ein reiches Nahrungsangebot. Wichtig: Barsche sind Kannibalen, Große fressen gerne auch kleine Barsche! Im Frühjahr und Sommer stehen sie flacher, im Spätherbst und Winter suchen sie die tiefsten Regionen auf.
Barsche kann man den ganzen Tag über Fangen, die beste Fangzeit ist aber die Morgen- und Abenddämmerung.
3. Köder und Köderführung: So gelingt es Dir
Barsche lassen sich mit einer Vielzahl an Kunstködern fangen, von Spinner über Wobbler hin zu Gummifischen und Creaturebaits.
Wir haben uns im Set für die 2 Köder entschieden, welche wir nach folgenden Kriterien ausgesucht haben:
- Einfach zu führen: Anfängerfreundlich
- Zuverlässig: Viele Barsche fangen
- Vielseitig: Decken viele Einsatzbereiche ab
- Fängige Farben
Jigspinner (Klassischer Searchköder)
Ideal, um schnell viel Wasserfläche nach hungrigen Barschen abzusuchen. Es gibt zwei Führungsvarianten:
- Einkurbeln: Auswerfen, auf Deine Wunschtiefe absinken lassen, einkurbeln und fertig. Um verschiedene Wassertiefen abzufischen, kannst Du den Jigspinner am Anfang unterschiedlich lange absinken lasse und die Sekunden zählen, bis Du mit dem Einkurbeln beginnst. Baue Spinstops in Deine Führung mit ein. Hierbei sinkt der Jigspinner langsam an gespannter Schnur ab, während das Spinnerblatt wild rotiert. Viele Bisse kommen in dieser Phase.
- Faulenzen: Diese Technik erklären wir Dir ausführlich beim Gummifisch weiter unten. Ideal, wenn die Barsche direkt am Grund stehen oder das Gewässer sehr tief ist. Hierbei dreht sich das Spinnerblatt wie wild, was sowohl die Räuber zum Anbiss reizt als auch die Absinkphase spürbar verlängert. Der Barsch kriegt also mehr Zeit, den Köder sauber zu inhalieren. Durch den nach oben zeigenden Zwillingshaken sammelt der Köder sehr wenig Dreck auf, auch Hänger sind selten.
Gummifische (Top-Köder bei trägen Fischen)
Top-Köder bei grundnah stehenden Fischen, die nicht so aktiv sind. Gummifische lassen sich langsamer führen als ein Jigspinner. Dies macht sie ideal, um an bereits bekannten Standplätzen auf Barsche zu angeln. Ihr habt eine schöne Baumgruppe unter Wasser, wo eigentlich immer Barsche zuhause sind? Dann ist der Gummifisch ideal, um diesen Hotspot konzentriert und ausdauernd zu beangeln.
Für Barsche eignen sich Gummifische von 5-10cm Länge gut, je nach Größe der Beute und der vorkommenden Zielfische. Als ideales Allroundmaß für große wie kleine Barsche hat sich 7,5cm herausgestellt.
Die Führung ist relativ simpel. Nach dem Wurf lässt Du den Gummi an gespannter Schnur absinken, um einen Schnurbogen zu vermeiden. Die Rute befindet sich in der 10-Uhr Position und zeigt in Richtung Köder. Sobald der Köder auf dem Gewässergrund aufkommt, wird er mit schnellen 1-3 Kurbelumdrehungen angehoben. In der nun folgenden Absinkphase wird entweder die Rutenspitze oder der leichte Schnurbogen von Rutenspitze in Richtung Köder genau beobachtet, um Bisse zu erkennen.
Faulenzen
perfekt für Gummifisch
Sobald der Köder auf dem Grund aufkommt, starten wir den Köder erneut mit 1-3 Kurbelumdrehungen und das Spiel beginnt vor vorne. Bei der Köderführung kann man auch hier nach Belieben etwas varriieren. Lasst ihn mit nur einer Umdrehung ganz kurz über den Grund hüpfen, startet ihn mit 5 Umdrehungen sehr aggressiv vom Grund oder lasst ihn ein paar Sekunden auf dem Boden liegen. Hier kann man gerne kreativ werden.
Die Bisse können unterschiedlich ausfallen. Sie reichen von einem leichten Zucken im Schnurbogen bis hin zu einem kräftigen Ruck in der Rutenspitze. An manchen Tagen hängt der Barsch beim erneuten Kurbeln auch auf einmal am Haken. Diese deute darauf hin, dass er den Gummi vom Boden aufgenommen hat.
4. Köderfarben
Wir alle kennen die Bilder, wenn wir einen gehakten Barsch einkurbeln und ihm mehrere Artgenossen folgen. Dies liegt zum einen an ihrer Neugier als auch dem Futterneid. Gerade die Neugier kann man sich als Angler zu Nutzen machen und auf auffällige Köder setzen.
Top Farben:
- Trübes Gewässer, bedeckter Himmel: Auffällige Farben (Gelb, Grün, Pink), idealerweise UV-aktiv.
- Klares Gewässer, Sonnenschein: Natürliche, gedeckte Töne (Braun, dunkles Grün, Weiß mit Glitter).
- Silbrig-Weiß imitiert perfekt Weißfische bei Sonnenschein.
- Gedeckte Töne: Braun, Motoröl und Violett bei klarem Wasser oder für vorsichtige Großbarsche.
5. Rutenhaltung im Drill: So verlierst Du keinen Fisch
Biss, der Barsch hat Deinen Köder geschnappt und hängt am Haken. Damit er dort auch bleibt und am Ende sicher in Deinem Kescher liegt, liest Du Dir am Besten die folgenden Tipps gut durch.
- Weiches Maul: Barsche schlitzen leicht aus. Drille mit Gefühl und stelle die Bremse weicher ein als bei Hecht oder Zander.
- Rute hoch: Da Barsche selten springen, halte die Rute hoch, um sie von Hindernissen fernzuhalten.
- Kescher nutzen: Hebe Fische nicht einfach raus, sie könnten im letzten Moment abfallen.
- Vorsicht: Achte auf die Stacheln der Rückenflosse und die Dornen am Kiemendeckel!
FAQ – Häufige Fragen zum Barschangeln
1. Was mache ich, wenn die Barsche dem Köder nur folgen, aber nicht beißen? +
2. Kann ich auch bei trübem Wasser auf Barsch angeln? +
3. Welche Tageszeit ist am besten für die Jagd auf dicke "Kirschen"? +
Während kleine Barsche oft den ganzen Tag über beißen, sind die kapitalen Großbarsche meist sehr vorsichtig. Die besten Chancen auf einen Ü40-Barsch hast du in der absoluten Morgen- oder Abenddämmerung, wenn das Licht diffus ist und die Deckung der Dunkelheit den Fischen Sicherheit gibt.
4. Stimmt es, dass Barsche sehr langsam wachsen? +
5. Brauche ich ein Stahlvorfach zum Barschangeln?+
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Bis gleich!